BERUFSGRUPPEN SPEZIAL:

- FÜR ALLE : ~ Abgabefristen
  ~ Belegsammlung - und aufzeichnung
  ~ Beleg-Übergabe f. Steuererklärung
  ~ Beleg-Übergabe f. USt-Voranmeldung
  ~ Beleg-Aufbewahrungsfrist
   
- ÄRZTINNEN ~ Rechnungsnummerierung
  ~ Exkurs: Supervison
  ~ Wann wird eine UID benötigt?
  ~ Auszug aus den Umsatzsteuer-Richtlinien
  ~ Wohlfahrtsfondsbeiträge
   
- THERAPEUTINNEN ~ Rechnungsnummerierung
  ~ Exkurs: Supervision
  ~ Auszug aus den Umsatzsteuer-Richtlinien
   
- KÜNSTLERINNEN ~ Das Künstlersozialversicherungs-Fondsgesetz
  ~ Stipendien, Förderungen, Preise ....
 
 
 
FÜR ALLE:

  Abgabefristen

Wenn Sie uns Ihre Belegsammlung übergeben haben und uns mit der Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen betraut haben, dann bitte sorgen Sie sich nicht bezüglich einer Fristversäumnis. Wir haben eigene Fristen-(Quoten-)listen, weswegen die Abgabetermine 30.4. bzw. - bei elektronischer Übermittlung - 30.6. des Folgejahres für uns nicht gelten.

Exkurs Fristen-(Quoten-)liste: Diese Vereinbarung enthält pro Finanzamt und pro Monat abzugebende Steuererklärungen (beginnend mit Ende Oktober); um diese jedoch fristgerecht fertig stellen zu können, benötigen wir wiederum rechtzeitig Ihre steuerrelevanten Unterlagen/Belegsammlung.

Außer die Fristversäumnis liegt in Ihrem Verschulden, d.h. Sie übergeben uns auch nach Aufforderung Ihre Unterlagen nicht rechtzeitig. Nach erfolgloser mehrmaliger Einforderung Ihrer Unterlagen sind wir leider gezwungen, die Streichung von der Fristenliste vorzunehmen, so dass die Abberufung der Steuererklärungen durch die Finanzbehörde direkt vom "Steuerpflichtigen" erfolgt.

Ihre Belegsammlung - und aufzeichnung

Grundsätzlich gilt für Bareinnahmen: Verwendung eines „Bareingangsformulars“ (Honorarbuch, Rechnung etc.) mit einer Durchschrift unter Anführung von Datum, Belegnummer (Fleißaufgabe oder nur bei umsatzsteuerpflichtiger Leistung), vereinnahmter Betrag, erbrachte Leistung und PatientInnennummer (nicht Name, aber Zuordnungsmöglichkeit über PatientInnenkartei). Das Original geht an den /die PatientIn. Ein Durchschlag bleibt im Honorarbuch. Des weiteren sollen die vereinnahmten Beträge in chronologischer Reihenfolge (Nr. oder Datum) auf einem A4-formatigen Papier (oder Excel-Tabelle) noch erfasst und zusammengerechnet werden. Aus dieser Aufzeichnung resultiert die Summe der Bareinnahmen einer Periode.

Sollten noch umsatzsteuerpflichtige Umsätze (z.B. Forschungsgelder von Pharmafirmen oder Supervisionseinnahmen) enthalten sein, sind diese getrennt (in einer eigenen Spalte / eigenes Blatt) aufzuzeichnen. Sofern Honorarnoten/Rechnungen für diese Leistungen ausgestellt wurden, sind diese auch mit einer fortlaufenden Rechnungsnummer, der UID-Nummer und separatem Mehrwertsteuerausweis zu versehen.
Zu guter Letzt erfolgt noch die Ablage der Aufzeichnungen in einem A4-Ordner, im Register Bareinnahmen.

Barausgaben: Zahlungsbelege bzw. Barrechnung geben lassen - achten Sie bitte darauf, dass bei Kleinbetragsrechnungen (bis € 400,-) folgende Mindesterfordernisse aufscheinen: Name und Adresse des Verkäufers, Datum, genaue Bezeichnung der Ware (keine allgemeinen Bezeichnungen wie Fachbuch oder Büromaterial; bei Taxirechnungen stets das Fahrtziel vermerken, bei so genannten "Arbeitsessen" in Gaststätten den Zweck und andere nützliche Informationen vermerken), Rechnungsbetrag und Steuersatz – und chronologisch (mit dem „jüngsten Datums-Beleg“ [in der Regel Anfang Jänner] unten beginnen und nach oben aufsteigend ablegen) oder sachgruppenspezifisch ordnen. Nun wieder die Belege – bei größerem Umfang in einem eigenen Ordner – im Register Barausgaben ablegen.

Bei Zahlungsein- und -ausgängen über die Bank die entsprechenden Belege nach dem jeweiligen Bankauszug dazuordnen. Bei Daueraufträgen, Einziehungsaufträgen, Telebankingüberweisungen gibt es vielfach keine Belege mehr. Hier erklärt der Text in der Buchungszeile des Auszugs alles Notwendige.

Wenn Sie Rechnungen auf Thermopapier erhalten – diese bitte kopieren, da nach einiger Zeit die Zeichen so verblassen, dass sie unleserlich sind. Bei derartigen Belege wird laut Finanzbehörde auch die steuerliche Abzugsfähigkeit versagt.

Siehe auch: Rechnungsmerkmale.pdf


  Übergabe Ihrer Beleg-Sammlung für die Steuererklärung

Wir ersuchen Sie, uns Ihre Unterlagen für die Erstellung des Jahresabschlusses bis spätestens 30. Juni des Folgejahres zu übergeben. Die Belegsammlung können Sie jederzeit postalisch schicken bzw. per Botendienst oder persönlich zu den oben angeführten Telefonzeiten im Sekretariat abgeben.

Bei Übergabe der Belegsammlung an uns sollte diese möglichst vollständig sein, um oftmalige und zeitraubende Rückfragen - die noch dazu Ihr Geld kosten - zu ersparen. Achten Sie auf Vollständigkeit, bspw. bei Telefongebühren sechs bzw. zwölf Belege, Aufstellungen über die Reisetätigkeit, Fortbildungsbestätigungen, aber auch die komplett gesammelten Bankauszüge (sobald Einnahmen und/oder Ausgaben über ein Bankkonto getätigt werden, sind die vollständigen Bankauszüge Teil der Belegsammlung !!!). Kontrollieren Sie auch, ob fortlaufend alle Bankauszüge vorhanden sind. Bei Vorliegen von betrieblichen Krediten benötigen wir die von der Bank ausgefolgten Darlehens- oder Kreditbestätigungen (mit separatem Zinsen- und Spesenausweis). Ebenso benötigen wir die GSVG-Kontoauszüge inkl. die dazu gehörenden Erläuterungen, Steuerbescheinigungen für ausländische Kapitalerträge und ausländische Investmentfonds.
Weiters benötigen wir Bestätigungen für Sonderausgaben, wie z.B. für Lebens-, Unfall- und Krankenversicherungen, Darlehensrückzahlungen und Eigenmittel für Wohnraumschaffung, Kirchenbeitrag etc., so wie Belege für außergewöhnliche Belastungen (Krankheitskosten, Rezeptgebühren, Zahnsanierung, Psychotherapie etc.).

Achten Sie bitte darauf, dass Kleinbetragsrechnungen (bis € 400,-) folgende Mindesterfordernisse aufweisen: Name und Adresse des Verkäufers, Datum, genaue Bezeichnung der Ware (keine allgemeinen Bezeichnungen wie Fachbuch oder Büromaterial; bei Taxirechnungen stets das Fahrtziel vermerken, bei sogenannten "Arbeitsessen" in Gaststätten den Zweck und andere nützliche Informationen vermerken), Rechnungsbetrag und Steuersatz.

  Belege für die Umsatzsteuer-Voranmeldungen,
SOFERN DIESE IN UNSERER KANZLEI ERLEDIGT WERDEN
Vermerken Sie bitte die entsprechenden Termine (eventuell in einem Kalender) zwecks Übersendung Ihrer Unterlagen, um zeitraubende Urgenzen zu vermeiden. Übermitteln Sie uns bitte die Belege bis spätestens 20. des Folgemonats, der auf den Voranmeldungszeitraum folgt (z.B. für 01-03/0x bis 20. April 2xxx).

  Beleg-Aufbewahrungsfrist

Die Aufbewahrungsfrist für Bücher, Aufzeichnungen, Belege und Geschäftspapiere des § 132 BAO beträgt grundsätzlich 7 Jahre. Beachten Sie bei einer eventuellen Vernichtungsaktion aber, dass Unterlagen, die u.a. Grundstücke (Eigentumswohnungen) betreffen (z.B. bei Erzielung von Einkünften aus Vermietung), 22 Jahre aufbewahrungspflichtig sind.

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ÄRZTINNEN

Rechnungsnummerierung

Hier ist zu unterscheiden, ob für alle Honorarnoten nur ein einziger Rechnungskreis oder ein gesonderter Rechnungskreis für Honorarnoten an PatientInnen geführt wird.

~ Einheitlicher Rechnungskreis
Wir empfehlen, einen gesonderten Rechnungskreis für die Honorarnoten an Sozialversicherungsträger, Vereine, VeranstalterInnen von Seminaren, Vorträgen etc. zu führen und mit einer fortlaufenden Nummer zu versehen – auch wenn keine Umsatzsteuer verrechnet wird. Wer nichttherapeutische Leistungen (z.B. Supervision) neben sonstigen umsatzsteuerfreien Leistungen erbringt, benötigt bei Überschreiten der Kleinunternehmergrenze (dadurch USt-Verrechnung) grundsätzlich auch eine UID-Nummer (wird meist vom Auftraggeber verlangt). Umfasst dieser z.B. Honorarnoten an Sozialversicherungsträger, PatientInnnen, VeranstalterInnen von Seminaren, Vorträgen etc., dann müssen alle Rechnungen - auch die an PatientInnen - laufend nummeriert werden.
~ Gesonderter Rechnungskreis für Honorarnoten an PatientInnen
In diesem Fall ist keine laufende Nummerierung der Honorarnoten an die PatientInnen erforderlich.

Zur häufig gestellten Frage betreffend umsatzsteuerliche Behandlung der Supervision:

Von der Selbsterfahrung und der psychotherapeutischen Behandlung unterscheidet sich die psychotherapeutische Supervision insbesondere dadurch, dass sie, im Gegensatz zu diesen, vom beruflichen Kontext ausgeht und bestimmte Probleme des beruflichen Handelns reflektiert. Sie strebt grundsätzlich keine Rekonstruktion oder Modifikation der gesamten Person bzw. ihres Verhaltens und ebenso wenig primär eine Behebung des Leidenszustandes im Sinne des Psychotherapie-gesetzes an. Daher sind derartige Leistungen – sofern nicht die Kleinunternehmerregelung gilt – zuzüglich mit 20 % USt zu belasten, mit fortlaufender Rechnungsnummer und UID-Nummer zu versehen.
AUSNAHME: Nur für die Ausbildungssupervision gilt die Umsatzsteuerbefreiung gem. § 6 (1) Z 11 lit a und b UStG.

UID-Nummer: Wann benötigt ein/e Arzt/Ärztin eine Umsatzsteueridentifikations-Nr.?

In zwei Fällen:

1. Wenn neben den ärztlichen Honoraren noch nichtärztliche Honorare (aus Vorträgen etc.) bezogen werden und die Honorare insgesamt die Kleinunternehmergrenze gem. § 6 Z 27 UStG in Höhe von 30.000,- Euro übersteigen. In diesem Fall sind für die nichtärztlichen Honorare 20 % USt in Rechnung zu stellen und an das Finanzamt abzuführen. Bei derartigen Honorarnoten ist die Angabe einer UID-Nummer verpflichtend.
Siehe auch: Rechnungsmerkmale.pdf
   
2.

Sie wollen für ihre Ordination ein Gerät im EU-Raum anschaffen.
Grundsätzlich stellt die auf den Netto-Kaufpreis entfallende Umsatzsteuer für Sie als Arzt/Ärztin einen Kostenfaktor dar, da Sie auf Grund der ärztlichen Tätigkeit nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Beziehen Sie dieses Wirtschaftsgut nun aus einem anderen EU-Staat mit einem niedrigeren Umsatzsteuersatz, so kann dies eine beachtliche Kostenersparnis bedeuten. Hierfür benötigen Sie keine UID-Nummer, da Sie ja mit der niedrigeren ausländischen Umsatzsteuer belastet werden.
Ist nun der Umsatzsteuersatz aber höher als in Österreich, wie z.B. Finnland, Schweden Dänemark, Belgien oder Norwegen, so benötigen Sie eine UID-Nummer, um in den Genuß der günstigeren österreichischen Umsatzsteuer zu kommen.

Eine UID-Nummer benötigen Sie auch, wenn Ihre Anschaffung aus dem EU-Raum € 11.000,- ("Erwerbsschwelle") überschreiten, wobei sämtliche Erwerbe aus allen Mitgliedstaaten im Vorjahr bzw. im laufenden Jahr zusammenzurechnen sind. In diesem Fall müssen Sie zwingend die österreichische USt. zahlen. Geben Sie dem Verkäufer keine UID-Nummer bekannt, dann zahlen Sie ausländische USt. und zusätzlich vom Bruttobetrag die 20% österreichische USt.
Bei Erwerben unter € 11.000,- netto benötigen Sie keine UID.

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ÄRZTINNEN - Auszug aus den Umsatzsteuer Richtlinien 2000

6.1.19.1 Allgemeines

941
Befreit sind die Umsätze aus der Tätigkeit als

  • Arzt (im Sinne des Ärztegesetzes 1998, BGBl. I Nr. 169/1998),
  • Dentist (im Sinne des Dentistengesetzes, BGBl. Nr. 90/1949),
  • Psychotherapeut (im Sinne des Psychotherapiegesetzes, BGBl. Nr. 361/1990; aber auch aus selbständig ausgeübter therapeutischer Tätigkeit als Gesundheitspsychologe und klinischer Psychologe im Sinne des Psychologengesetzes, BGBl. Nr. 360/1990),
  • Hebamme (im Sinne des Hebammengesetzes, BGBl. Nr. 310/1994),
  • freiberuflich Tätiger im Krankenpflegefachdienst (im Sinne des § 52 Abs. 4 des Bundesgesetzes Medizinisch-technischer Fachdienst und Sanitätshilfsdienst, MTF-SHD-G, BGBl. Nr. 102/1961),
  • freiberuflich Tätiger in den gehobenen medizinisch-technischen Diensten (im Sinne des § 7 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Regelung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste, MTD-Gesetz, BGBl. Nr. 460/1992, das sind physiotherapeutische Dienste, diät- und ernährungsmedizinische Beratungsdienste, ergotherapeutische Dienste, logopädisch-phoniatrisch-audiologische Dienste),
  • sonstige Leistungen von Gemeinschaften dieser Berufsgruppen an ihre Mitglieder (Praxisgemeinschaften).
Unter die ärztlichen Umsätze fällt nicht die Tätigkeit der Tierärzte. Diese Umsätze unterliegen dem Normalsteuersatz.
Unter die Tätigkeit als Arzt fällt bis 10. August 2001 nur die Tätigkeit als Einzelunternehmer, ab 11. August 2001 auch die Tätigkeit einer OEG.


6.1.19.2. Tätigkeit als Arzt

942
"Tätigkeit als Arzt" ist die Ausübung der Heilkunde unter der Berufsbezeichnung "Arzt" oder "Ärztin". Die Ausübung des ärztlichen Berufes umfasst jede auf medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen begründete Tätigkeit, die unmittelbar am Menschen oder mittelbar für den Menschen ausgeführt wird.
Die Tätigkeit als Arzt im Sinne des § 6 Abs. 1 Z 19 UStG 1994 umfasst auch die Tätigkeit der Gerichtsmediziner. Dasselbe gilt für die gemäß § 3 Abs. 3 Ärztegesetz 1998, BGBl. Nr. 169/1998, in Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin oder zum Facharzt befindlichen Ärzte (Turnusärzte), die in einem Dienstverhältnis zu einer Krankenanstalt stehen, soweit sie in Ausübung ihrer ärztlichen Tätigkeit Entgelte vereinnahmen, die gemäß § 22 Z 1 lit. b EStG 1988 zu den Einkünften aus selbständiger Arbeit zählen und hinsichtlich derer der in Ausbildung befindliche Arzt gemäß § 2 Abs. 6 UStG 1994 als Unternehmer gilt.
Die in der Heilbehandlung der Betriebsärzte bestehenden Leistungen sind nach § 6 Abs. 1 Z 19 UStG 1994 steuerbefreit.
Zur Tätigkeit als Arzt gehören auch ästhetisch-plastische Leistungen, soweit ein therapeutisches Ziel im Vordergrund steht. Die Beurteilung des Vorliegens dieser Voraussetzung obliegt dem behandelnden Arzt.

943
Die Tätigkeit eines Zahnarztes besteht in der berufsmäßigen Ausübung der Zahnheilkunde. Die Zahnheilkunde umfasst die auf wissenschaftliche Erkenntnisse gegründete Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.
Als Dentist wird derjenige anzusehen sein, der auf Grund einer entsprechenden Ausbildung die Zahnheilkunde in ihren wesentlichen Erscheinungsformen ausübt.
Heilmasseure, Heilpraktiker und Homöopathen (ohne medizinisches Studium) üben keine Tätigkeit als Arzt aus.


6.1.19.2.1. Umsätze als Arzt
6.1.19.2.1.1. Heilbehandlung


944
Tätigkeiten im Rahmen der Heilbehandlung sind insbesondere
  • die Untersuchung auf das Vorliegen oder Nichtvorliegen von körperlichen Krankheiten, Geistes- und Gemütskrankheiten, von Gebrechen oder Missbildungen und Anomalien, die krankhafter Natur sind;
  • die Beurteilung dieser Zustände bei Verwendung medizinisch-diagnostischer Hilfsmittel;
  • die Behandlung solcher Zustände;
  • Die Verabreichung eines Medikamentes zur sofortigen Einnahme, die Verabreichung einer Injektion oder das Anlegen eines Verbandes im Rahmen einer ärztlichen Behandlungsleistung gehört als übliche Nebenleistung zur begünstigten ärztlichen Heiltätigkeit;
  • die Vornahme operativer Eingriffe einschließlich der Entnahme oder Infusion von Blut;
  • die Vorbeugung von Erkrankungen (dazu gehören auch Drogenpräventivvorträge);
  • die Geburtshilfe;
  • die Verordnung von Heilmitteln, von Heilbehelfen und medizinisch-diagnostischen Hilfsmitteln;
  • die Vornahme von Leichenöffnungen (§ 2 Abs. 2 Ärztegesetz 1998, BGBl. Nr. 169/1998);
  • Anpassung von Kontaktlinsen durch Augenärzte (VwGH 13.3.1997, 95/15/0124);
  • Anpassung von Hörgeräten durch Hals-, Nasen-, Ohrenärzte;
  • die Tätigkeit der Ärzte im Rahmen der gemäß § 32 Abs. 1 Strahlenschutzgesetz, BGBl. Nr. 227/1969, durchzuführenden Untersuchungen;
  • die (beratende) Tätigkeit durch Ärzte im Rahmen des Arbeitnehmerschutzbeirates (§ 91 Arbeitnehmerinnenschutzgesetz).
945
Die zahnärztliche Behandlungsleistung stellt insgesamt stets eine sonstige Leistung dar, auch wenn Elemente von Lieferungen in ihr enthalten sind. Es sind daher sowohl die Vornahme von Zahnfüllungen, Extraktionen und Wurzelbehandlungen als auch die mit der Eingliederung von Zahnersatz (einschließlich Stiftzähnen, Brücken, herausnehmbaren Zahnprothesen und dgl.) verbundenen Leistungen als sonstige Leistungen des Zahnarztes anzusehen. Die Verabreichung von schmerzstillenden Mitteln und Injektionen im Zuge der Zahnbehandlung gilt als Nebenleistung.
Zur Tätigkeit eines Dentisten gehört insbesondere die Eingliederung von Zahnersatz (einschließlich des Einsetzens von Stiftzähnen und Brücken) sowie die Vornahme von ZahnfüIlungen, Extraktionen und Wurzelbehandlungen.


6.1.19.2.1.2. Erstellung von Gutachten

946
Auch die Ausstellung von ärztlichen Zeugnissen und die Erstattung von ärztlichen Gutachten gehört zur Berufstätigkeit als Arzt (§ 2 Abs. 3 ÄrzteG 1998). Die Steuerbefreiung des § 6 Abs. 1 Z 19 UStG 1994 ("Steuerfrei sind die Umsätze aus der Tätigkeit als Arzt") geht nicht dadurch verloren, dass der Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens von einem Dritten erteilt wird (zB Gutachten über den Gesundheitszustand im Zusammenhang mit einer Versicherungsleistung).
Lediglich die Erstattung folgender ärztlicher Gutachten fällt - zum Teil gestützt auf die Judikatur des EuGH - nicht unter die Steuerbefreiung des § 6 Abs. 1 Z 19 UStG 1994:
  • Die auf biologische Untersuchungen gestützte Feststellung einer anthropologisch-erbbiologischen Verwandtschaft (EuGH 14.9.2000, Rs C-384/98);
  • ärztliche Untersuchungen über die pharmakologische Wirkung eines Medikaments beim Menschen und die dermatologische Untersuchung von kosmetischen Stoffen;
  • psychologische Tauglichkeitstests, die sich auf die Berufsfindung erstrecken.
  • ärztliche Bescheinigungen für Zwecke eines Anspruches nach dem Kriegsopfer- versorgungsgesetz 1957 (KVOG), BGBl. Nr. 152/1957 idF (EuGH 20.11.2003, Rs C-307/01)
  • ärztliche Gutachten in laufenden Gerichtsverfahren, wie zB
    • ärztliche Gutachten für zivil- und strafrechtliche Haftungsfragen (EuGH 20.11.2003, Rs C-307/01);
    • ärztliche Gutachten über ärztliche Kunstfehler (EuGH 20.11.2003, Rs C-307/01);
    • ärztliche Gutachten im Zusammenhang mit Invaliditäts-, Berufs-, oder Erwerbsunfähigkeitspensionen sowie über Leistungen aus Unfallversicherungen (EuGH 20.11.2003, Rs C-212/01);
    • ärztliche Gutachten zur Feststellung des Grades einer Invalidität, Berufs- oder Erwerbsminderung.
  • Andere ärztliche Gutachten in laufenden Gerichtsverfahren sind ebenfalls steuerpflichtig, außer sie dienen dem Schutz der Gesundheit des Betreffenden, wie zB Gutachten über die Vernehmungs- oder Verhandlungsfähigkeit oder Haftvollzugstauglichkeit.
Die Änderungen aufgrund des letzten Punktes sind ab 1. Jänner 2007 anzuwenden.


6.1.19.2.2. Hilfsgeschäfte

947
Hilfsgeschäfte der Ärzte (Veräußerung und Entnahme von Anlagenvermögen, Veräußerung der Praxis) sind nicht nach § 6 Abs. 1 Z 19 UStG 1994 befreit, es kann jedoch die Steuerbefreiung des § 6 Abs. 1 Z 26 UStG 1994 in Betracht kommen.


6.1.19.2.3. Keine Umsätze aus ärztlicher Tätigkeit

948
Nicht zur Tätigkeit als Arzt im Sinne des § 6 Abs. 1 Z 19 UStG 1994 gehören zB die folgenden Tätigkeiten, die nicht Ausübung der Heilkunde sind:
  • die schriftstellerische Tätigkeit, auch wenn es sich dabei um Berichte in einer ärztlichen Fachzeitschrift handelt;
  • die Chefredaktionstätigkeit bei medizinischen Fachzeitschriften;
  • die Vortragstätigkeit, auch wenn der Vortrag vor Ärzten im Rahmen der Fortbildung (Fachkongresse) gehalten wird;
  • die Lehrtätigkeit;
  • die Mitarbeit in Rundfunk- und Fernsehsendungen zu medizinischen Themen;
  • die Mitarbeit bei EDV-Programmen für Ärzte;
  • die Konsulententätigkeit in medizinischen Fachbeiräten (zB Arzneimittelbeirat);
  • die Lieferungen von Hilfsmitteln, zB Kontaktlinsen, Schuheinlagen; anders als die Anfertigung von Zahnprothesen, die schon seit jeher eine typische heilberufliche Tätigkeit des Zahnarztes oder Dentisten gewesen ist, gehört die Lieferung von Kontaktlinsen bzw. -schalen nicht zum typischen Berufsbild eines Augenarztes;
  • die Lieferung von Medikamenten zur Einnahme außerhalb der Ordination;
  • die Lieferung von Medikamenten aus einer Hausapotheke;
  • die entgeltliche Nutzungsüberlassung von medizinischen Groß- und Kleingeräten;
  • die Vermietung von Räumlichkeiten durch Ärzte (zB an andere Ärzte).
Zum Nachlesen: Umsatzsteuer Richtlinien 2000; Steuerbefreiungen § 6; Ärzte; Randzahl 941 bis 951

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Wohlfahrtsfondsbeiträge

Allgemeines zu den Wohlfahrtsfondsbeiträgen der Ärztekammer für Wien und den daraus resultierenden Pensionen:
Konkret sieht das System vor, dass pro Jahr drei Anwartschaftspunkte (AWP) für die Grundpension (die derzeitige Grundpension beträgt € 886,70 pro Monat, 14mal jährlich = 12.413 Euro pro Jahr) erworben werden können. Derzeit kostet ein Anwartschaftspunkt € 2.261,09, daher kosten 3 Punkte € 6.783,26. Nur bei Erreichen von 100 Anwartschaftspunkten gebührt die volle Grundpension. Ansonsten wird eine Pension nur im Verhältnis der erworbenen AWP zu 100 AWP ausbezahlt. Ein Nachkauf von AWP – natürlich mit steuerlicher Abzugsmöglichkeit – kann wegen der breiteren Versorgungspalette in erster Linie bei verheirateten ÄrztInnen mit Kindern sinnvoll sein.

WICHTIG: Von allen ÄrztInnen, die angestellt (Dienstverhältnis) tätig sind, benötigen wir für die Berechnung des Wohlfahrtsfonds-Beitrages und der Kammerumlage immer alle Monatsgehaltszettel des drittvorangegangenen Jahres (neu ab 2007).


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THERAPEUTINNEN

Rechnungsnummerierung

Hier ist zu unterscheiden, ob für alle Honorarnoten nur ein einziger Rechnungskreis oder ein gesonderter Rechnungskreis für Honorarnoten an PatientInnen geführt wird.

~ Einheitlicher Rechnungskreis
Wir empfehlen, einen gesonderten Rechnungskreis für die Honorarnoten an Sozialversicherungsträger, Vereine, VeranstalterInnen von Seminaren, Vorträgen etc. zu führen und mit einer fortlaufenden Nummer zu versehen – auch wenn keine Umsatzsteuer verrechnet wird. Wer nichttherapeutische Leistungen (z.B. Supervision) neben sonstigen umsatzsteuerfreien Leistungen erbringt, benötigt bei Überschreiten der Kleinunternehmergrenze (dadurch USt-Verrechnung) grundsätzlich auch eine UID-Nummer (wird meist vom Auftraggeber verlangt). Umfasst dieser z.B. Honorarnoten an Sozialversicherungsträger, PatientInnnen, VeranstalterInnen von Seminaren, Vorträgen etc., dann müssen alle Rechnungen - auch die an PatientInnen - laufend nummeriert werden.
~ Gesonderter Rechnungskreis für Honorarnoten an PatientInnen
In diesem Fall ist keine laufende Nummerierung der Honorarnoten an die PatientInnen erforderlich.

Für einen Überblick über Rechnungsmerkmale siehe auch: Rechnungsmerkmale.pdf

Zur häufig gestellten Frage betreffend umsatzsteuerliche Behandlung der Supervision:

Von der Selbsterfahrung und der psychotherapeutischen Behandlung unterscheidet sich die psychotherapeutische Supervision insbesondere dadurch, dass sie, im Gegensatz zu diesen, vom beruflichen Kontext ausgeht und bestimmte Probleme des beruflichen Handelns reflektiert. Sie strebt grundsätzlich keine Rekonstruktion oder Modifikation der gesamten Person bzw. ihres Verhaltens und ebenso wenig primär eine Behebung des Leidenszustandes im Sinne des Psychotherapiegesetzes an. Daher sind derartige Leistungen – sofern nicht die Kleinunternehmerregelung gilt – zuzüglich mit 20 % USt zu belasten, mit fortlaufender Rechnungsnummer und UID-Nummer zu versehen.
AUSNAHME: Nur für die Ausbildungssupervision gilt die Umsatzsteuerbefreiung gem. § 6 (1) Z 11 lit a und b UStG.

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THERAPEUTINNEN - Auszug aus den Umsatzsteuer Richtlinien 2000

Allgemeines

6.1.19.3. Tätigkeit als Psychotherapeut

952
Psychotherapeutische Tätigkeit ist im Sinne des § 1 Abs. 1 des Psychotherapiegesetzes, BGBl. Nr. 361/1990, die nach einer allgemeinen und besonderen Ausbildung erlernte, umfassende, bewusste und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen mit wissenschaftlich-psychotherapeutischen Methoden in einer Interaktion zwischen einem oder mehreren Behandelten und einem oder mehreren Psychotherapeuten mit dem Ziel, bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten zu fördern.


6.1.19.3.1. Umsätze als Psychotherapeut

953
Unter Bedachtnahme auf diese grundsätzlichen Ausführungen sind folgende Leistungen der Psychotherapeuten ab 1. Jänner 1997 unecht steuerbefreit:
  • Die psychotherapeutische Behandlung einschließlich Diagnostik und Indikation unter Anwendung anerkannter wissenschaftlich-psychotherapeutischer Methoden;
  • die psychotherapeutische Beratung unter Anwendung anerkannter wissenschaftlich-psychotherapeutischer Methoden, sofern der Schwerpunkt der Tätigkeit in der persönlichen Konfliktbearbeitung besteht. Hierunter fallen zB auch die individuellen Beratungen in Familienberatungsstellen, im Rahmen der Sozialhilfe, Lebenshilfe, Aids-Hilfe und dgl., die Beratung im Sinne des § 69 Abs. 2 des Gentechnikgesetzes, BGBl. Nr. 510/1994, die psychotherapeutische Betreuung gemäß § 5 Abs. 2 und § 7 Abs. 2 des Fortpflanzungsmedizingesetzes, BGBl. Nr. 275/1992; siehe auch Abschn. 6.1.19.4.2 ;
  • die Erstellung von psychotherapeutischen Gutachten, Befunden und dgl., sofern sie sich auf eine konkrete Diagnostik gründet und der psychotherapeutischen Betreuung der betreffenden Person dient.

6.1.19.3.2. Keine Umsätze aus psychotherapeutischer Tätigkeit


954
Nicht zur Tätigkeit als Psychotherapeut gehören zB folgende Tätigkeiten von Psychotherapeuten, die nicht oder nicht primär Heilbehandlung sind:
  • Die Vortragstätigkeit einschließlich der Abhaltung von Seminaren (zB Wirtschaftsseminare, Seminare auf dem Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung) und der Fortbildung von Psychotherapeuten;
  • Beratungen, die nicht unter Abschn. 6.1.19.3.1 , Punkt 2 der Aufzählung fallen, wie zB Berufs-, Betriebs-, Organisations- und Managementberatung;
  • die schriftstellerische Tätigkeit einschließlich Redaktionstätigkeit in Fachzeitschriften;
  • die Mitarbeit in Rundfunk- und Fernsehsendungen;
  • die Tätigkeit in Fachbeiräten, zB Psychotherapiebeirat;
  • die Forschungstätigkeit;
  • die Erstellung von Gutachten, ausgenommen sie fällt unter Abschn. 6.1.19.3.1 , Punkt 3 der Aufzählung;
  • die Supervision. Von der Selbsterfahrung und der psychotherapeutischen Behandlung unterscheidet sich die psychotherapeutische Supervision insbesondere dadurch, dass sie, im Gegensatz zu diesen, vom beruflichen Kontext ausgeht und bestimmte Probleme des beruflichen Handelns reflektiert. Sie strebt grundsätzlich keine Rekonstruktion oder Modifikation der gesamten Person bzw. ihres Verhaltens und ebenso wenig primär eine Behebung eines Leidenszustandes im Sinne des Psychotherapiegesetzes, BGBl. Nr. 361/1990, an. Bezüglich der Ausbildungssupervision siehe oben.

Zum Nachlesen: Umsatzsteuer Richtlinien 2000; Steuerbefreiungen § 6; Ärzte; Randzahl 952 bis 957

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KÜNSTLERINNEN

Steuerlich beziehen KünstlerInnen und Kunstschaffende Einkünfte aus selbständiger Arbeit. Ihren Gewinn können sie mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung bzw. Pauschalierung ermitteln.

Selbstständige KünstlerInnen und SchriftstellerInnen (inkl. FachautorInnen) können im Rahmen der Veranlagung beantragen, dass ihre positiven Einkünfte aus dieser Tätigkeit auf 3 Jahre verteilt werden (laufendes Jahr plus die beiden Vorjahre). Da gerade bei diesen Personen die Höhe der Einkünfte häufig stark schwankt, soll die Drei-Jahres-Verteilung vermeiden, dass in einem Jahr eine unverhältnismässig hohe Steuerprogression zum Tragen kommt.

Achtung! Der Antrag auf die Drei-Jahres-Verteilung ist unwiderruflich. Er ist in der jeweiligen Steuererklärung zu stellen. Allenfalls werden bereits veranlagte Jahre automatisch wiederaufgenommen.


Seit 1.1.2001 gilt für alle freiberuflichen KünstlerInnen die neue Selbstständigkeit. Dabei gibt es nach dem Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz Zuschüsse zur Pensionsversicherung:

Das Künstlersozialversicherungs-Fondsgesetz (K-SVFG)
Die Beurteilung, wer KünstlerIn ist, obliegt weiterhin der Künstlerkommission. Wie bisher ersetzt eine künstlerische Hochschulausbildung die Notwendigkeit der Beurteilung. Die Förderung der KünstlerIn besteht in einem Zuschuss zur Pensionsversichung in Höhe von maximal € 1.722,-- (Stand 2013) jährlich. Für die Gewährung des Zuschusses müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  1. Antrag der Künstlerin, des Künstlers;
  2. Künstlerische Tätigkeit muss über einen Zeitraum von mindestens einem Kalendermonat erbracht werden;
  3. Es muss eine Pflichtversicherung als Neue/r Selbstständige/r auf Grund der künstlerischen Tätigkeit vorliegen;
  4. Die Einnahmen (bisher: Einkünfte, siehe KSVF Novelle 2015 oder IG Bildende Kunst) als KünstlerIn müssen mindestens das Zwölffache der Geringfügigkeitsgrenze betragen (2014: € 4.743,72 / 2015: € 4.871,76 / 2016: € 4.988,64) UND die Gesamteinkünfte dürfen (also unter Berücksichtigung allfälliger anderer Tätigkeiten oder Einkunftsquellen) den Betrag von € 27.021,80 (Wert 2016 / 2015: € 26.388,70 / 2014: € 25.695,15) nicht übersteigen.
Bis zum Vorliegen des rechtskräftigen Einkommenssteuerbescheides muss die Künstlerin/der Künstler eine Erklärung über ihre vorraussichtlichen Einkünfte abgeben. Sie erhält die Förderung daher nur, wenn sich die Prognose innerhalb des Grenzbetrages bewegt. Stellt sich nachträglich heraus, dass die Grenze Überschritten und die Förderung daher zu Unrecht bezogen wurde, muss der Zuschuss zurückgezahlt werden. Die Beitragszuschüsse werden vom Fonds direkt an die SVA bezahlt und der Künstlerin über die Beitragsvorschreibung der SVA gutgeschrieben. Tipp: Bei geringen Einnahmen unbedingt darauf achten, dass die Geringfügigkeitsgrenze keinesfalls unterschritten wird!

Künstler-Sozialversicherungsfond (Formulare etc): www.ksvf.at/


Behandlung von Stipendien, Förderungen, Preise ....
Stipendien iSd § 3 Abs. 1 Z 5 Kunstförderungsgesetz (insbesondere von Studienaufenthalten im Ausland) und Preise iSd § 3 Abs. 1 Z 7 Kunstförderungsgesetz (Vergabe von Staats-, Würdigungs- und Förderungspreisen sowie Prämien und Preise für hervorragende künstlerische Leistungen) sind von der Einkommensteuer befreit (ebenso von der Umsatzsteuer). Dies gilt auch für im Grunde und der Höhe nach vergleichbare Leistungen auf Grund von landesgesetzlichen Vorschriften sowie für Stipendien und Preise, die unter vergleichbaren Voraussetzungen von nationalen und internationalen Förderungsinstitutionen vergeben werden (§ 3 Abs. 3 Kunstförderungsgesetz).


Neuerungen 2009
  • Auf die Einkommensuntergrenze sind nunmehr auch bestimmte Preise und Stipendien anzurechnen.
  • Falls der maximale Zuschuss nach dem K-SVFG durch den Pensionsversicherungsbeitrag nicht ausgeschöpft wird, sind nunmehr auch Beiträge zur Kranken- und Unfallversicherung zu verwenden.

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